Maiskeimöl

Das Maiskeimöl

Zu den beliebtesten Speiseölen der Welt gehört auch das Maiskeimöl. Es verfügt über einen sehr hohen Anteil an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und eignet sich zum Braten und Frittieren von Gemüse, Kartoffeln, Pommes und Fleisch, auch wenn es aufgrund seiner Vielzahl an Nährstoffen dafür eigentlich zu schade ist. Beim Braten und auch Frittieren gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Das das Maiskeimöl auch eine gesundheitsförderndeWirkung haben kann, wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Wegen seines milden Geschmacks ist es vor allem für die kalte Küche geeignet. Das Maiskeimöl kommt auch häufig in Kosmetikprodukten zur Anwendung.

Bezeichnung: Maiskeimöl
Botanischer Name: Pimpinella anisum
Synonyme: Anais, Fenchelöl, Anisi aetheroleum, Oleum Anisi
Englischer Name: Anise Oil
Ursprungsländer: Mittelamerika, Mitteleuropa, Japan, Südeuropa
Preis pro 10ml: ab 3,90 €

Herkunft und Verbreitung von Mais

Mais gehört zur Familie der Süßgräser und stammt ursprünglich aus den Tropen Mittelamerikas. Das Zentrum der ersten Kultivierung von Mais liegt in Mexico . Mais gilt als so genannte C4-Pflanze, sie bindet CO2 also besser als andere Pflanzen und kommt somit auch in Umgebungen mit hohen Temperaturen ohne viel Wasser zurecht.

Das Mais ist aus der Sicht der Wirtschaft eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Es werden pro jähr über 850 Millionen Tonnen Mais geerntet.

Das Mais wurde im Jahre 1525 von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht. In Deutschland ab dem 16 Jahrhundert wurde das Mais zunächst als Gartenpflanze genutzt. Zu beginn der 1970er Jahren begann erst der enorme Anstieg des Maisanbau, als es gelang Maissorten zu züchten, welche auch im deutschen Klima gut gedeihen könnten.Mittlerweile liegt die Größe der Maisflächen in Deutschland bei über 2,5 Millionen Hektar, in einigen Bundesländern besteht die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus Maisfeldern. Die weltweit größten Maisproduzenten sind jedoch die USA, Brasilien, China und Argentinien.

Gewinnung von Maiskeimöl

Es werden zur Herstellung von Maisöl etwa 100 Kilogramm Mais benötigt. Das Öl wird aus den Keimen des Maiskorn gewonnen, welche während der Produktionen der Maisstärke getrennt werden. Es handelt sich bei Maiskeimöl grundsätzlich um ein Nebenprodukt aus der Stärkeproduktion.

Die Keimlänge werden in einer Pressmaschine dann entweder kalt oder auch heiß gepresst. Um den Restölgehalt aus den Keimlingen zu lösen, wird den daraus entstehenden Presskuchen das chemische Lösungsmittel Hexan zugeführt. Im Anschluss wird das Pressöl von Wachsen und Schleimstoffen befreit und nach dem Säuberungsprozess getrocknet, gebleicht, gekühlt und dann einem letzten Filterungsprozess unterzogen.

Dadurch wird es für die Aufbereitung im Kühlschrankvorbereitet. Das Öl ist Farbe, Geruchs und Geschmacksneutral, weshalb im Beta-Carotin beigemischt wird. So erhält er seine Goldene Farbe.

Inhaltsstoffe von Maiskeimöl

Zu mehr als 72 Prozent besteht Mais aus Wasser, enthält allerdings auch viele weitere hochwertige und auch gesunde Inhaltsstoffe. Dazu gehören neben Eiweißen, Kohlenhydraten, Fructose, Glukose und Saccharose auch die Vitamine A, B, C und E
die Mineralstoffe und Spurenelemente Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Zink, die essenziellen Fettsäuren Isoleucin, Leucin, Phneylalanin, Threonin und Valin (Aminosäuren), sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Lutein, Zeaxanthin)
Vor allem die Aminosäuren sind von Bedeutung, denn der menschliche Organismus kann diese nicht selbst herstellen.

Maisöl selbst besteht zu

  • 59 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • 24 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren
  • 13 Prozent aus gesättigten Fettsäuren

Zudem enthält es einen hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren, eine große Menge an Vitamin E sowie Vitamin A und Vitamin K. Der Säuregehalt des Öls ist niedrig, die Fettsäuren tragen nachweislich dazu bei, dass der Cholesterinspiegel im Körper stabil bleibt.

Wirkung von Maiskeimöl

Vor allem bezieht sich die Wirkung von Maisöl auf die Pflege der Haut. Das Öl enthält zwar nur wenige Vitamine, der Anteil an Vitamin E ist jedoch sehr hoch. Nachweislich ist das Vitamin E sehr gut für die Hautpflege, denn es gilt als Antioxidans und somit als Fänger freier Radikale. Desweiteren tragen die im Öl enthaltenen ungesättigten Fettsäuren zum Schutz der Haut bei. So wird dem Öl eine entzündungshemmende, reizlindernde und beruhigende Wirkung nachgesagt. Da es zudem auch Kalzium enthält, können auch Knochen, Zähne und Muskeln von der Anwendung des Öls profitieren.

Anwendungsgebiete von Maiskeimöl

Maiskeimöl können Sie sehr vielseitig anwenden. Zum Einsatz kommt es nicht nur in der Küche, sondern auch in der Haut- und Körperpflege sowie bei Tieren.

Haut- und Körperpflege mit Maiskeimöl

Maiskeimöl kommt oft in Pflegeprodukten gegen fettige Gesichtshaut zum Einsatz. Die Haut wird dadurch glatt, klar und geschmeidig. Das Öl ist in Kombination mit anderen Ölen ein guter Feuchtigkeitsspender für trockene Haut.

Maiskeimöl für Tiere

Das Maiskeimöl ist für alle Säugetiere geeignet, welche auf die Zufuhr von essenziellen Fettsäuren angewiesen sind. Neben dem Menschen sind auch Tiere darauf angewiesen, essenzielle Fettsäuren über die Nahrung zur Verfügung gestellt zu bekommen. Vor allem Linol- und Alpha-Linolsäure sind wichtig für die Tiere. In Maiskeimöl ist ein hoher Anteil an Linolsäure enthalten, weshalb das Öl für Haustiere als wichtiger Nährstofflieferant gilt.

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